Hochland: Nur noch EU-Futtermittel

Milcherzeuger, die ab dem 1. Juli ihre Milch an die süddeutsche Molkerei Hochland liefern, dürfen künftig keine Futtermittel aus Übersee einsetzen. Die neue Regelung ist Teil des Qualitätsprogramms „Milch für Hochland“ und gilt für Grundfutter und Kraftfutter. Das haben Vertreter der Milchlieferanten, der Bayern MEG und von Hochland in einer gemeinsamen Sitzung vereinbart, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.   Die Milchlieferanten von Hochland werden in Zukunft nur noch Futtermittel aus Europa an ihre Tiere verfüttern. Damit sollen unerwünschte Begleiterscheinungen des Futtermittelimports aus Ländern wie Brasilien und Argentinien vermieden werden Dort fehlten Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, da diese nach Europa importiert würden, so das Unternehmen. Die ursprünglich fruchtbaren Böden dort würden veröden, während ein Nährstoffüberschuss in vielen europäischen Ländern zu erhöhten Nitratwerten im Grundwasser führe – auch in Deutschland als einem der weltweit größten Importeure von Sojabohnen und Sojaschrot.
Zuletzt hatten die Milchlieferanten zusammen mit Hochland erklärt, auf ihren Wiesen und Feldern auf Totalherbizide sowie auf Gärsubstrate zu verzichten, die Plastikteilchen enthalten könnten. Den Mehraufwand aus dem Programm „Milch für Hochland“ vergütet Hochland den Landwirten mit einem Aufschlag von 1,0 ct/kg zusätzlich zum Milchpreis.

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