Milcherzeugung in Neuseeland auf Rekordkurs

In Neuseeland ist 2020 eine Rekordmenge an Milchinhaltsstoffen verarbeitet worden. Laut Daten des neuseeländischen Molkereiverbandes (DCANZ) nahm die Produktion des aus den Trockengehalten von Fett und Eiweiß gewonnenen Milchfeststoffs im vergangenen Jahr gegenüber 2019 um 0,8 % auf 1,903 Mio t zu. Bezogen auf das Kalenderjahr lag der bisherige Rekordwert 2018 bei 1,894 Mio t. Die vergleichsweise guten Witterungs- und Weidebedingungen in der zweiten Jahreshälfte 2020 haben die Milchproduktion auch insgesamt zunehmen lassen; sie stieg im Vergleich mit 2019 um 85 000 t oder 0,4 % auf 21,87 Mio t. Hier blieb der Rekord aus dem Jahr 2018 mit fast 21,95 Mio t aber bestehen. In Neuseeland steht allerdings nicht so sehr das Kalenderjahr, sondern das von Juni bis Mai laufende Milchwirtschaftsjahr im Vordergrund. In den ersten sieben Monaten der Saison 2020/21 belief sich die Rohmilchanlieferung auf 13,60 Mio t; was gegenüber Juni bis Dezember 2019 einen Zuwachs von 105 000 t beziehungsweise 0,8 % bedeutete. Bei den verarbeiteten Milchinhaltsstoffen war im gleichen Zeitraum ein Anstieg um 0,7 % auf 1,136 Mio t zu verzeichnen. Der große Molkereikonzern Fonterra ging im Dezember davon aus, in dieser Saison mit 1,525 Mio t etwa 0,5 % mehr Milchfeststoff als im vergangenen Milchwirtschaftsjahr zu verarbeiten. Analysten der ANZ-Bank hielten zuletzt ein Produktionsplus gegenüber 2019/20 von 1 % für realistisch. Damit deutet vieles darauf hin, dass 2020/21 eine Rekordsaison werden könnte, auch wenn die Zuwächse moderat ausfallen dürften. (AgE)

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