Molkereibranche braucht motivierte Mitarbeiter

Im Wettbewerb um Fachkräfte muss die Molkereibranche ihre Mitarbeiter wertschätzen. Dies hat der gemeinsame Geschäftsführer der Fachverbände Westdeutscher Milchwirtschaftler und Milchwirtschaftler Westfalen-Lippe, Torsten Sach, bei der Herbsttagung beider Verbände am 6. Oktober in Mülheim betont. Bei der Veranstaltung standen zudem die feierliche Auszeichnung von 97 Molkereifachleuten und die Prämierung von Molkereien durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) im Mittelpunkt. Wie die Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Nordrhein-Westfalen mitteilte, wies Sach dabei auf ein Projekt des Europäischen Verbandes der Milchwirtschaftler (AEDIL) hin, nach dem die Thematik Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten in allen befragten 113 Molkereien in 13 Mitgliedstaaten Priorität habe. Dieses Ziel erfordere, dass den Fachkräften neben einem attraktiven Arbeitsplatz auch eine berufliche Perspektive geboten werde. Dies beinhalte neben Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit. Hierzu bedürfe es flexibler Lösungen bei der Arbeitszeitgestaltung, weil auch diese ein Instrument der Wertschätzung sei. Der DLG-Landesbevollmächtigte Markus Stamos hob die Bedeutung der DLG-Qualitätsauszeichnungen im Rahmen der Wertschöpfungskette Milch hin. Nach seinen Angaben wurde in diesem Jahr die Qualität von 3.697 Molkereiprodukten bewertet, wobei insgesamt 215 Unternehmen aus allen Regionen Deutschlands und aus 16 Ländern der Europäischen Union am Wettbewerb teilnahmen. Nordrhein-Westfalen war mit 25 Molkereien und ihren 19 Betriebsstätten in der Prüfung vertreten. Sie erhielten für ihre Milcherzeugnisse 244 DLG-Preise in Gold, 84 Auszeichnungen in Silber sowie sechs in Bronze und gehörten mit einer Prämierungsquote von 93,8 Prozent zu Deutschlands Qualitätsführern. (AgE)

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