Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 17. Juni

Anfang Juni war der saisonale Rückgang des Milchaufkommens in Deutschland moderat ausgeprägt. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 23. Woche 0,1 % weniger Milch als in der Vorwoche. Damit hat sich der Vorsprung zur Vorjahreslinie auf 1,2 % vergrößert. Die französischen Molkereien nahmen in der 23. Woche 1,6 % weniger Milch auf als in der Vorjahreswoche.
Am Markt für flüssigen Rohstoff haben die Preise in der vergangenen Woche vermutlich bedingt durch den nicht-flächendeckenden Feiertag Fronleichnam leicht nachgegeben. Bei Magermilchkonzentrat war der Rückgang etwas ausgeprägter als bei Industrierahm. Für die laufende Woche zeichnen sich etwas festere Tendenzen ab.
Magermilchpulver bewegt sich in stabilen Bahnen. Aktuell sind die Aktivitäten, was neue Abschlüsse betrifft, recht ruhig. Viele Marktteilnehmer scheinen sich bereits auf die Ferienzeit vorzubereiten. Für die kommenden Monate besteht bei Verkäufern und Käufern wenig Handlungsbedarf. Die Produktionsmengen stehen weitgehend unter Kontrakt, so dass kaum freies Angebot verfügbar ist. Auch die Käufer verfügen über eine gute Deckung. Für das vierte Quartal wird eher abwartend agiert, da die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern auseinandergehen und eine generelle Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie besteht. Die bestehenden Kontrakte werden gut abgerufen. Vergleichsweise geringe Mengen gehen in die Private Lagerhaltung ein. In der zweiten Juniwoche wurden EU-weit 2.080 t angemeldet. Damit belaufen sich die Gesamtanmeldungen seit dem 7. Mai 2020 auf 11.194 t.
Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität bewegen sich weiter in der Bandbreite der Vorwoche. Futtermittelware wird ruhig zu unveränderten Preisen gehandelt.
Bei Vollmilchpulver haben die Anfragen am Binnenmarkt zuletzt wieder etwas zugenommen. Es sind auch mehr Geschäfte zum Abschluss gekommen, wobei sich etwas festere Preise durchgesetzt haben.
Der Markt für Molkenpulver entwickelt sich insgesamt stabil. Bei Futtermittelware wird von stabilen bis leicht schwächeren Preisen berichtet. Lebensmittelware wird für den Export wieder etwas stärker nachgefragt, während die Abrufe am Binnenmarkt teilweise etwas ruhiger verlaufen. Die Preise haben sich auf dem bisherigen Niveau weitgehend behauptet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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