Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 19. August

Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien ist weiter saisonal rückläufig. In der 32. Woche wurden im Bundesgebiet laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,7 % weniger Milch erfasst als in der Vorwoche und das Vorjahresniveau geringfügig um 0,2 % übertroffen. In Frankreich lag das Milchaufkommen gleichzeitig auf dem Vorjahresniveau. Für die 33. Woche ist aufgrund der extremen Hitze von einem stärkeren Rückgang aufgrund von Hitzestress der Milchkühe auszugehen. Es wird außerdem über niedrige Gehalte an Inhaltsstoffen in der Milch berichtet.
Die Preise für Industrierahm und Magermilchkonzentrat haben bei sinkender Rohstoffverfügbarkeit und hoher Nachfrage nach Frischprodukten im Laufe der vergangenen Woche kontinuierlich angezogen. Auch für die laufende Woche zeichnen sich derzeit feste Preise ab.
Am Markt für Magermilchpulver hat sich die Lage etwas befestigt. Es sind zwar noch viele Marktbeteiligte in den Sommerferien, was zu weiterhin ruhigen Aktivitäten führt. Dennoch werden aber wieder mehr Gespräche geführt, zum Teil auch für Exporte. Bestehende Kontrakte werden außerdem gut angerufen. Das Angebot für die kommenden Monate ist begrenzt, zumal wetterbedingt Unsicherheit über die Futterversorgung für die Wintermonate besteht. Teilweise stehen die Produktionsmengen für die kommenden Monate bereits weitestgehend unter Kontrakt, so dass bei den Anbietern wenig Handlungsbedarf besteht. Aufgrund der zuletzt extremen Witterungsverhältnisse ist die Verfügbarkeit von Rohstoff für die Trocknung zurückgegangen. Gleichzeitig bietet der Verkauf von Konzentrat eine attraktive Verwertungsalternative. So sind auch die preisgünstigen Partien an Magermilchpulver, die in den vergangenen Wochen hier und da zu finden waren, inzwischen aus dem Markt verschwunden.
Die Forderungen für Lebensmittelware wurden zuletzt wieder etwas angehoben. Die Preise tendieren stabil bis leicht fester, obwohl die Konkurrenzfähigkeit von EU-Ware am Weltmarkt durch den schwachen Dollar-Kurs beeinträchtigt wird. Bei Futtermittelware wird von ruhiger Nachfrage und stabilen Preisen berichtet.
Die Lage am Markt für Vollmilchpulver ist weiter ruhig. Geschäfte werden vor allem am Binnenmarkt getätigt, da EU-Ware am Weltmarkt kaum wettbewerbsfähig ist. Bei der derzeitigen Lage am Rohstoffmarkt wird Vollmilchpulver in der Regel nur für bestehende Aufträge hergestellt. Die Preise sind weiter stabil.
Molkenpulver trifft aktuell bei Futter- und Lebensmittelware auf eine vergleichsweise ruhige Nachfrage und ist ausreichend verfügbar. Futtermittelware wird weiter auf dem Niveau der Vorwoche gehandelt. Für Lebensmittelware werden in Deutschland stabile Preise erzielt, wobei die Preise innerhalb der EU uneinheitlich sind. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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