Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 23. September

Die Milchanlieferung folgt Mitte September wieder ihrer für die Jahreszeit üblichen rückläufigen Entwicklung, nachdem sie in den Vorwochen witterungsbedingt vergleichsweise stark geschwankt hatte. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 37. Woche 0,3 % weniger Milch als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde damit um 0,6 % unterschritten. In Frankreich hat sich der Vorsprung der Milchanlieferung zum Vorjahresniveau zuletzt auf 0,6 % verringert.
Am Markt für flüssigen Rohstoff hat sich die Verfügbarkeit verbessert, nachdem die Hitzewelle seit mehreren Wochen vorüber ist. In den letzten Tagen haben die Preise für Industrierahm etwas nachgegeben. Die Preise für Magermilchkonzentrat sind stabiler geblieben.
Bei Magermilchpulver ist eine gewisse Belebung der Nachfrage zu beobachten. Die Anfragen bei den Werken haben zuletzt wieder zugenommen. Am Weltmarkt wie auch in der europäischen Industrie macht sich mehr Kaufinteresse bemerkbar. Die festeren Signale, die in der vergangenen Woche vom Global Dairy Trade-Tender ausgingen, scheinen mit zu einer Veränderung der Stimmung beigetragen zu haben. Es wird auch über mehr Abschlüsse berichtet, die vorrangig im vierten Quartal 2020 oder dem ersten Quartal 2021 zur Auslieferung kommen sollen.
Am Weltmarkt ist die Konkurrenzfähigkeit von EU-Ware durch den nach wie vor starken Euro eingeschränkt. Dennoch können in gewissem Umfang Abschlüsse getätigt werden. Die Verfügbarkeit von Magermilchpulver bis zum Jahresende ist nach wie vor eingeschränkt. Die Preise für Lebensmittelware sind je nach Qualität etwas uneinheitlich und bewegen sich in der Bandbreite der Vorwoche, wobei das Angebot am unteren Ende der Preisspanne kleiner wird. Die Nachfrage nach Futtermittelware hat sich bei etwas festeren Preisen belebt.
Für Vollmilchpulver besteht bei der Lebensmittelindustrie noch Bedarf für die kommenden Monate. Zuletzt sind wieder mehr Aufträge zu Stande gekommen. Das Exportgeschäft ist, was neue Abschlüsse betrifft, aufgrund der Wettbewerbssituation ruhig. Teilweise können sehr feste Preise durchgesetzt werden, wobei das Preisgefüge innerhalb der EU uneinheitlich ist.
Molkenpulver in Futtermittelqualität wird zu stabilen bis leicht festeren Preisen in normalem Umfang gehandelt. Der Markt für Molkenpulver in Lebensmittelqualität ist uneinheitlich. Die Preise bewegen sich in einer vergleichsweise großen Bandbreite. Die Nachfrage aus Südostasien nach Exportware ist dem Vernehmen nach überwiegend abwartend. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta)

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