Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 3. November

In Deutschland setzt sich der saisonale Rückgang der Milchanlieferung fort und die Vorjahreslinie wird anhaltend deutlich unterschritten. Die Molkereien erfassten in der 42. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,6 % weniger Milch als in der Vorwoche. Der Rückstand zur Vorjahreslinie hat sich auf 2,7 % vergrößert. Auch in Frankreich bewegte sich die Milchanlieferung zuletzt um 2,7 % unter dem Niveau der Vorjahreswoche.
Am Markt für flüssigen Rohstoff haben die Preise in der vergangenen Woche nochmals angezogen. Magermilchkonzentrat wurde deutlich höher gehandelt als in den Vorwochen. Auch die Preise für Industrierahm sind erneut gestiegen. Für Versandmilch wurden ebenfalls Spitzenpreise angelegt.
Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist weiter durch ein knappes Angebot und höhere Preise gekennzeichnet. Vorrangig werden aktuell die bestehenden Kontrakte erfüllt. Aktuell werden nur noch wenige Abschlüsse getätigt.
In Deutschland ist die Verfügbarkeit dem Vernehmen nach niedriger als in anderen EU-Ländern. Es gehen immer wieder Anfragen für verschiedene Termine bei den Werken ein. Mit weiteren Exportanfragen wird außerdem kurzfristig gerechnet. Die Verhandlungen gestalten sich schwierig, zumal Unsicherheit besteht, wie sich das Milchaufkommen im kommenden Jahr entwickeln wird und welche Mengen angeboten werden können. Außerdem müssen die steigenden Kosten, insbesondere für Energie, berücksichtigt werden.
Bei der geringen Verfügbarkeit und höheren Preisen für Magermilchkonzentrat werden erneut höhere Preise gefordert und auch erzielt. Diese Entwicklung ist bei Lebensmittelware und Futtermittelware zu beobachten.
Bei Vollmilchpulver ist das Angebot sehr gering, während noch weiteres Kaufinteresse besteht. Vorräte sind bei den Produzenten nicht vorhanden. Wenn dringend Ware benötigt wird, müssen höhere Preise angelegt werden.
Eine abnehmende Verfügbarkeit in Europa ist auch bei Molkenpulver zu beobachten. Futtermittelware wird weiter nachgefragt und dem Vernehmen nach zu festeren Preisen gehandelt. Auch bei Lebensmittelware wird aktuell von einer festeren Preistendenz berichtet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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