Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 4. März

In Deutschland hält der saisonale Anstieg der Milchanlieferung an. In der 8. Woche nahmen die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,4 % mehr Milch auf als in der Vorwoche. Damit hat sich der Zuwachs gegenüber der Vorjahreswoche auf 1,4 % erhöht. In Frankreich schwankt das Milchaufkommen in den letzten Wochen vergleichsweise stark. Zuletzt wurde 0,6 % mehr Milch angeliefert als in der Vorjahreswoche.
Am Markt für flüssigen Rohstoff ist die Entwicklung uneinheitlich. Während die Preise für Industrierahm in den letzten Tagen gestiegen sind, haben die Preise für Magermilchkonzentrat nachgegeben.
Bei Magermilchpulver setzen sich die Tendenzen der vergangenen Wochen fort. Seit dem Ausbruch des Coronavirus ist der Markt ruhiger und abwartender geworden. Die Einkäufer verhalten sich überwiegend zurückhaltender als vor dem Krankheitsgeschehen. Die bestehenden Kontrakte werden weiter kontinuierlich abgewickelt, auch wenn die Abrufe teilweise etwas zögerlicher geworden sind. Was neue Abschlüsse betrifft, sind die Aktivitäten derzeit ruhiger. Sie sind aber nicht zum Erliegen gekommen und es werden immer wieder neue Abschlüsse getätigt. Es wird sogar über eine gute Nachfrage aus der MENA-Region berichtet. Dazu dürfte auch der bevorstehende Ramadan mit beitragen. Die Auftragslage bei den Werken ist etwas unterschiedlich. Teilweise sind noch in gewissem Umfang freie Mengen verfügbar, teils ist man aber auch ausgebucht. Die Preise sind je nach Verkaufsbereitschaft uneinheitlich. Insgesamt ist die Preistendenz bei Lebensmittelware schwächer. Auch bei Futtermittelware haben die Preise weiter nachgegeben.
Die Lage am Markt für Vollmilchpulver ist vergleichsweise ruhig. In begrenztem Umfang kommen neue Aufträge für Lieferungen innerhalb der EU zu Stande. Am Weltmarkt sind die Anbieter aus der EU derzeit kaum konkurrenzfähig. Die Preise entwickeln sich bei ruhigem Geschäftsverlauf stabil bis leicht schwächer.
Ruhiger stellt sich derzeit auch die Lage am Markt für Molkenpulver dar. Die Nachfrage nach Lebensmittelware hat nach einem regen Verlauf in den vergangenen Wochen zuletzt etwas nachgelassen. Gleichzeitig wird von leicht schwächeren Preisen gesprochen. Bei Futtermittelware wird ebenfalls von einem ruhigen Marktverlauf und teilweise auch schwächeren Preisen berichtet. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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