Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 8. September

In Deutschland ist die Milchanlieferung anhaltend saisonal rückläufig und liegt weiter unter der Vorjahreslinie. Die Molkereien nahmen in der 34. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB im Schnitt 0,9 % weniger Milch auf als in der Vorwoche, was gleichzeitig 0,4 % weniger war als vor einem Jahr. In Frankreich hat sich der Rückstand der Milchanlieferung zur Vorjahreswoche zuletzt auf 1,1 % vergrößert. Die Märkte für flüssigen Rohstoff sind von einem geringen Angebot und sehr festen Preisen gekennzeichnet. Die Preise für Industrierahm bewegen sich weiter auf dem hohen Niveau der vergangenen Woche. Magermilchkonzentrat tendiert sich ebenfalls weiter sehr fest. Versandmilch wird zu anhaltend hohen Preisen gehandelt. Am Markt für Magermilchpulver ist die Lage von einer geringen Verfügbarkeit gekennzeichnet. Die Produktion ist aufgrund der schwachen Milchanlieferung und der hohen Nachfrage nach Rohstoff vergleichsweise niedrig. Im Vorfeld sind bereits größere Anteile der laufenden Erzeugung verkauft worden, so dass das Angebot an frischer Ware sehr begrenzt ist. Außerdem ist aufgrund der stabilen Exporte im ersten Halbjahr von niedrigen Vorräten innerhalb der EU auszugehen. Auf das geringe Angebot trifft eine zunehmende Anzahl an Anfragen für verschiedene Termine, vor allem aber für das vierte Quartal. In erster Linie besteht aktuell Kaufinteresse am Binnenmarkt. Die Anfragen vom Weltmarkt sind recht begrenzt. Trotz der nun verringerten Exportmöglichkeiten ist das Angebot knapp. Die Werke bemühen sich die Nachfrage zu bedienen, sind aber vorsichtig mit weiteren Verkäufen, da Unsicherheit über das weitere Rohstoffaufkommen besteht. Zum Teil kann Ware etwas umverteilt werden, wenn sich Verschiffungen aufgrund der Containerknappheit zeitlich nach hinten verschieben. Die Hersteller fordern für Magermilchpulver in Lebensmittel- und Futtermittelqualität höhere Preise, womit die Einkäufer teilweise nicht gerechnet haben. Am Binnenmarkt werden für beide Qualitäten höhere Forderungen akzeptiert. Das Angebot an Vollmilchpulver ist ebenfalls gering und innerhalb der EU besteht weiterhin Bedarf, während das Exportgeschäft recht ruhig verläuft. Die Preise sind innerhalb der EU weiter uneinheitlich und in den Nachbarländern teilweise niedriger als in Deutschland. Insgesamt ist die Preistendenz fest. Bei Molkenpulver hat sich die Nachfrage nach Futtermittelware zuletzt belebt und die Preise haben sich weiter befestigt. Lebensmittelware wird zu stabilen Preisen gehandelt, wobei von einer Erholung der Nachfrage aus Asien berichtet wird. Hohe Preise werden außerdem für Molkenkonzentrat erzielt. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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