MEG Milch Board beschwert sich über Arla

Wie die MEG Milch Board in einer Pressemitteilung erklärt, hat sie erneut „eine Eingabe“ an das Bundeskartellamt gerichtet. Dieses Mal geht es um die Milchpreissenkung in Höhe von 1 ct/kg von Arla. Als Grund benenne der europäische Milchverarbeiter die gestiegene Inflation. Gestiegen seien die Kosten für Kraftstoff, Energie und Verpackung. Die MEG Milchboard sieht hierin nach eigenen Angaben eine unzulässige Preisfestsetzung gegenüber den Lieferanten und ein wettbewerbswidriges Verhalten. Denn Arla habe offensichtlich keine Schwierigkeiten, Milchgelder beliebig zu kürzen. Als „besonders unverschämt“ bezeichnet die MEG Milch Board die Begründung der gestiegenen Kosten, da gestiegene Kraftstoff- und Energiekosten auch die Erzeuger hart träfen. Die Lösung hat die Milcherzeugergemeinschaft bereits parat: „Nur durch eine starke Bündelung der Erzeuger vor den Molkereien und die Einrichtung einer vertragsgebundenen Milchvermarktung mit konkreten Preisen, konkreten Mengen und konkreten Laufzeiten, die vor der Milchlieferung vereinbart werden, können sich die Erzeuger eine faire Verhandlungsposition verschaffen.“ „Wir haben Kenntnis darüber erhalten, dass die MEG Milch Board aufgrund der Senkung des Arla Milchpreises im September eine Eingabe beim Bundeskartellamt gemacht hat. Bisher ist das Bundeskartellamt nicht auf uns zugekommen und wir sehen in dem Sachverhalt kein wettbewerbswidriges Verhalten“, erklärt Markus Teubner, Pressesprecher von Arla. Im Gegenteil: Denn in der ersten Jahreshälfte 2021 sei es Arla gelungen einen wettbewerbsfähigen Milchpreis zu zahlen, mit Milchpreiserhöhungen im März, April, Mai und Juni. Der durchschnittliche Arla Milchpreis für ausschließlich konventionelle Milch habe im ersten Halbjahr 2021 bei 35,11 ct/kg gelegen, ohne die übliche, erwartete Nachzahlung in Höhe von einem Eurocent pro Kilogramm Milch.In einem Mitgliederrundschreiben hatte Arla-Finanzchef Torben Dahl Nylholm bedauert, den Milchpreis um 1 ct/kg senken zu müssen. Und teilte weiter mit, dass Arla aber dennoch einen wettbewerbsfähigen Milchpreis zahle. Bei zahlreichen Lieferanten stieß das auf Unverständnis: Auch auf den Höfen sind die Kosten, u.a. für Futtermittel, gestiegen. (topagar.com)

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