Verbraucher informieren sich über Lebensmittel nur wenig

Der Wille der Verbraucher, sich über die Herkunft von Lebensmitteln zu informieren, sollte nicht überschätzt werden. Nach Einschätzung von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast will die Masse der Konsumenten einfach nur einkaufen und hält sich nicht lange mit der Herkunft von Lebensmitteln auf. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Landwirtschaftlichen Rentenbank und des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums am 5. März in Berlin wurde über die Konsumgewohnheiten von Verbrauchern diskutiert und wie diese verändert werden können. Petra Kristandt von der Verbraucherzentrale Niedersachsen äußerte die Auffassung, „bisher haben wir aber keine mündigen Verbraucher“. Deshalb müssten die Verbraucher mündig gemacht werden, auch um eine höhere Zahlungsbereitschaft zu erreichen. Eine möglichst hohe Transparenz will die geschäftsführende Gesellschafterin der PIELERS GmbH, Dr. Julia Köhn, ihren Kunden ermöglichen. Sie bietet auf ihrer Plattform Lebensmittel direkt vom Erzeuger an und stellt alle Produzenten vor. Der Direktor der Autostadt Restaurants, Thorsten Pitt, plädierte für ein enges Bündnis von Landwirtschaft und Gastronomie. In seinen Restaurants lege er besonderen Wert auf Regionalität und gebe Landwirten eine Bühne. Marcus Reh von der EDEKA Handelsgesellschaft Minden-Hannover hat bereits einen Wandel bei den Verbrauchern festgestellt. Bei regionalen Produkten verstünden die Endverbraucher inzwischen, wenn das Angebot mal erschöpft sei, so Reh. (AgE)

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