DMK bleibt in Corona-Pandemie stabil

Die DMK Group hat im vergangenen Jahr trotz großer Herausforderungen durch die Corona-Pandemie stabile Geschäftsergebnisse erzielt. Wie Deutschlands größtes Molkereiunternehmen am 14. Juni mitteilte, blieb der Umsatzrückgang gegenüber 2019 mit 182 Mio Euro oder 3,1 % auf 5,59 Mrd begrenzt, während der Konzernüberschuss mit 24,9 Mio Euro sogar leicht über dem Vorjahresniveau von 24,5 Mio Euro lag. Zudem konnte die Eigenkapitalquote bei 33,8 % gehalten werden. Die durchschnittliche Auszahlungsleistung einschließlich aller Zuschläge lag laut DMK stabil bei 32,05 Cent/kg und war „regional wettbewerbsfähig“. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betrug der bundesweite Durchschnittspreis für konventionelle Kuhmilch 2020 mit tatsächlichen Inhaltsstoffen 33,56 Cent/kg, und bei der Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß waren es 32,84 Cent/kg. Das waren jeweils rund 0,85 Cent weniger als 2019. Mit ihrem Strategiekurs DMK 2030 sieht sich die Molkereigenossenschaft für künftige Krisen, Marktschwankungen sowie neue, sich bietende Chancen gut aufgestellt. „2020 hat uns coronaseitig gefordert, aber nicht vom Kurs abgebracht“, betonte DMK-Geschäftsführer Ingo Müller. Mit dem ersten Corona-Lockdown habe es schlagartig ein nahezu vollständig wegbrechendes Geschäft im Food-Service gegeben, während die Nachfrage des Lebensmitteleinzelhandels explosionsartig gestiegen sei. Lieferketten hätten, auch wegen der Schließung von Grenzen, kurzfristig umorganisiert werden müssen. „Die DMK Group hat sich dabei aktiv durch die Pandemie gesteuert und ist zuverlässig ihrem Auftrag nachgekommen, die Bevölkerung sicher mit Lebensmitteln zu versorgen“, hob Müller hervor. Ihm zufolge beeinflusst die Pandemie auch 2021 den Milchmarkt durch ein verändertes Konsumverhalten. Das laufende Jahr sei auf den Produktmärkten jedoch besser als erwartet gestartet, was Zuversicht erlaube. Für die DMK sei der strategische Umbau aber noch nicht abgeschlossen und weitere Projekte der „Vision 2030“ würden vorangetrieben, so der Geschäftsführer. So werde beispielsweise im Markt für Babynahrung großes Potential gesehen. Deshalb werde die Organisationsstruktur in diesem Bereich derzeit schlagfertiger gemacht. Zudem sei die Internationalisierung ein wichtiger Pfeiler der DMK-Zukunftsstrategie. (AgE)

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