FrieslandCampina dünnt Aktivitäten in Belgien aus

Der Konzern FrieslandCampina will zur Kostenoptimierung seine Milchpulvererzeugung im belgischen Aalter an das niederländische Familienunternehmen Royal A-ware verkaufen und seine Käseverpackung in Genk schließen. Wie die beiden Firmen am Montag vergangener Woche (14.12.) in Amersfoort beziehungsweise in Almere mitteilten, laufen zurzeit Verhandlungen über die Übernahme der Milchpulvertürme, die über eine Jahresproduktionskapazität von insgesamt rund 45 000 t verfügen. Dort seien etwa 40 Mitarbeiter tätig, die nach einer Einigung übernommen werden sollten. FrieslandCampina werde dann an dem Standort weiterhin Verbrauchermilchprodukte herstellen und wie geplant weiter investieren. Royal A-ware strebe mit der Übernahme eine möglichst breit gefächerte Produktpalette an und wolle sich mit weiteren Investitionen in diesen Standort bestmöglich auf die Kundennachfrage einstellen. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden müssten der Transaktion noch zustimmen. Die Übernahme dürfte noch vor dem Ende des ersten Quartals 2021 über die Bühne gehen, hieß es. Außerdem plant FrieslandCampina nach eigenen Angaben, seinen Käseverpackungsbetrieb Yoko Cheese im belgischen Genk Ende 2021 zu schließen. Dadurch würden 211 Arbeitsplätze entfallen. Als Grund für diesen Schritt nannte der Konzern die Unterauslastung seines Käseverpackungsnetzwerks. Künftig sollen sich diese Aktivitäten auf die niederländischen Standorte in Wolvega und Leerdam konzentrieren. (AgE)

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