Guter Jahresauftakt für die EU-Milchexporte

Die Ausfuhren von Milcherzeugnissen aus der Europäischen Union sind laut Kommissionsdaten im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum meist gestiegen. Das wichtigste Exportgut, der Käse, verzeichnete dabei einen Zuwachs von 5,0 Prozent auf 233.900 t. Daran war neben Dänemark und Frankreich vor allem Deutschland beteiligt, denn mit den hiesigen Drittlandsausfuhren ging es um 12,5 Prozent auf rund 46.000 t hierauf. Wichtigster Abnehmer für EU-Käse war bei einem Lieferplus von 14,1 Prozent auf 28.260 t Japan. Die USA bestellten dagegen mit 25.610 t fast 16 Prozent weniger Ware in der Gemeinschaft und rutschen auf Platz zwei ab. Drittwichtigste Destination war die Schweiz, wo der EU-Absatz um 15,3 Prozent auf 18.670 t zulegte. Ähnlich stark wie bei Käse, nahmen im Vergleich zum ersten Quartal 2020 mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 201.350 t auch die Magermilchpulverexporte der Mitgliedstaaten zu. Hier lag China mit 25 990 t an der Spitze der Abnehmer, das damit 4,5 Prozent mehr als von Januar bis März 2020 bezog, als die Corona-Pandemie den Handel stark beeinflusst hatte. In Algerien mussten die EU-Anbieter jetzt allerdings einen Absatzrückgang von mehr als 30 Prozent auf 23.050 t hinnehmen. Überdurchschnittlich stark legten dagegen die Ausfuhren mit einem Zuwachs von 87 Prozent in Indonesien und mit 129 Prozent auf den Philippinen zu. Vor allem Frankreich konnte seinen internationalen Verkauf von Magermilchpulver steigern, und zwar um 12,2 Prozent auf 44.400 t. Moderat stiegen zudem die Vollmilchpulverausfuhren der EU-Mitgliedstaaten an, die insgesamt mit 71 750 t das Niveau des ersten Quartals 2020 um 1,2 Prozent übertrafen. Dazu trug bei, dass die nach Oman verschiffte Menge relativ kräftig, nämlich um 41,2 Prozent auf 14.860 t zunahm. Zudem erhöhten sich die Verkäufe nach China um gut ein Fünftel auf 4.190 t. Andere wichtige Kunden, darunter Nigeria, Algerien und Kuwait, orderten hingegen geringere Mengen an Vollmilchpulver in der Gemeinschaft. Etwas ins Stocken geriet in den ersten drei Monaten 2021 der EU-Export von Butter, der mit 45.840 t das sehr hohe Niveau des Vorjahresquartals um 12,6 Prozent verfehlte. Unter den weiteren Produkten war bei Molkenpulver ein deutlicher Aufschwung der Ausfuhrmenge um 17,9 Prozent auf 173.500 t zu verzeichnen. Zudem legten die Verkäufe von Milchkonzentrat beziehungsweise gezuckerter Milch in Drittstaaten um 13,0 Prozent auf 72.900 t und diejenigen von Trinkmilch um 24,1 Prozent auf 374.800 t zu. (AgE )

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