Notierungen für Butter und Käse stabil

BONN. Die amtlichen Notierungen für Butter, Schnitt- und Hartkäse haben sich in der ersten vollen Septemberwoche kaum verändert. Marktbeobachtern zufolge hat das Ferienende, wie häufig im Herbst, die Nachfrage belebt. Allerdings war der Absatzzuwachs im Vergleich zu den Vorjahren geringer, da wegen Corona weniger Menschen ins Ausland gefahren sind und sich daher der „Rückkehreffekt“ nur abgeschwächt zeigte. Bei Butter ließ sich die Stückware fortgesetzt besser verkaufen als die Blockware. Laut Süddeutscher Butter- und Käsebörse wird zum aktuellen Notierungsniveau hauptsächliche lose Butter aus Tiefkühlbeständen abgesetzt. Frische Blöcke ließen sich zum gegenwärtigen Preisniveau kaum produzieren; die Herstellung und der Verkauf von Sahne sei bei der Fettverwertung lukrativer. Die Verkäufe von Schnittkäse liefen bei guter Nachfrage auf einem zufriedenstellenden Niveau zu stabilen Preisen, meldete die Notierungskommission in Hannover. Dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) zufolge ließ sich Emmentaler und Viereckhartkäse weiter gut vermarkten. Bei Rohmilchemmentaler mache sich hingegen die coronabedingte Absage der Volksfeste bemerkbar; die Bestellmengen der Kunden seien deutlich geringer als in den Vorjahren. An der Kemptener Börse wurde deshalb am 9. September der obere Spannenwert für diese Käsespezialität um 1,05 Euro auf 6,20 Euro/kg deutlich zurückgenommen. Bei Magermilchpulver tendierten im Berichtszeitraum die Preise uneinheitlich. Ware in Lebensmittelqualität wurde der Kemptener Börse zufolge mit Aschlägen zwischen 2 Cent und 3 Cent gehandelt und erlöste je Kilogramm zwischen 2,10 Euro und 2,25 Euro. Eine etwas ruhigere Nachfrage, der starke Eurokurs im Export und die Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie waren laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) Gründe für die leichte Schwäche. Beim Verkauf von Magermilchpulver an die Futtermittelindustrie ließ sich dagegen von den Anbietern ein Zuschlag von 2 Cent auf 1,99 Euro/kg bis 2,02 Euro/kg realisieren. Der Markt für Vollmilchpulver war der ZMB zufolge von einem ruhigen Geschäftsverlauf geprägt; die Preise blieben stabil. Gleiches galt für Molkenpulver in Futter- und in Lebensmittelqualität, das jeweils zu unveränderten Konditionen abgerechnet wurde. (AgE)

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