Verwerfungen am britischen Milchmarkt

Mehrere kleine Molkereien in Großbritannien haben Medienberichten zur Folge aufgrund der fehlenden Nachfrage solche Schwierigkeiten, dass sie ihre Zahlungen an die Milcherzeuger ganz oder teilweise verschieben mussten.
Da die Schließungen von Restaurants, Hotels und Cafes für einen schlagartigen Absatzrückgang sorgten, hätten etliche Verarbeiter einen erheblichen Teil ihrer Produkte nicht verkauft. Auch die verstärkte Nachfrage für Molkereiprodukte im Lebensmitteleinzelhandel habe hier keine Entlastung gebracht. Denn die Molkereien könnten die Absatzkanäle nicht ohne weiteres umsteuern oder diese seien bereits durch Mitbewerber bedient.
Nun sollen die Milchgelder für März bei einigen Molkereien erst im Mai in der Landwirtschaft ankommen. Damit verbunden sind deutliche Abschläge bei den aktuellen Erzeugerpreisen. Das sind laut Marktbeobachtern klare Anzeichen für erhebliche Angebotsüberschüsse. Noch drastischer sind Meldungen, wonach einzelne Verarbeiter nicht mehr die regelmäßige Abholung der Milch garantieren können. Da auf den Höfen der Lagerplatz knapp wird, sollen erste Bauern damit begonnen haben, ihre Milch in die Biogasanlage zu leiten. (topagrar.com)

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