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Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 8. Juli

Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung war in Deutschland zuletzt unterbrochen. In der 26. Woche stieg das Milchaufkommen der Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB um 0,2 % an. Damit war die Milchmenge um 1,6 % höher als in der schwachen Vorjahreswoche. In Frankreich wurde die Vorjahreslinie zuletzt wieder um 1,2 % übertroffen, nachdem zuvor unterschritten worden war.
Am Markt für flüssigen Rohstoff haben die Preise in der vergangenen Woche etwas nachgegeben. Bei Industrierahm, Magermilchkonzentrat und Versandmilch waren schwächere Tendenzen zu beobachten. In die laufende Woche ist der Handel zunächst ruhig gestartet.
Die Lage am Markt für Magermilchpulver stellt sich Anfang Juli ruhig dar, wie es auch in den Vorjahren in der Ferienzeit meist der Fall war. Zuletzt sind weniger neue Abschlüsse zu Stande gekommen. Für das 3. Quartal haben die Hersteller ihre Produktionsmengen überwiegend verkauft und die Verfügbarkeit von freier Ware ist gering. Die Auftragslage ist etwas unterschiedlich und teilweise sind die Hersteller komplett ausverkauft. Für das 4. Quartal werden Gespräche geführt. Hier gehen die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern aber auseinander, so dass kaum Abschlüsse zu Stande kommen. Die Käufer sind aktuell zurückhaltend. Vom Binnenmarkt gehen hier und da noch kurzfristige Anfragen ein, während vom Weltmarkt derzeit wenig neue Impulse kommen.
Bis Ende Juni waren in der EU noch Anmeldungen für die Private Lagerhaltung möglich. Am 29. und 30. Juni sind in der EU insgesamt noch Anträge für 2.408 t gestellt worden. Damit beläuft sich das Gesamtvolumen, das hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, seit dem 7. Mai auf 20.138 t.
Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität haben sich bei kurzfristigen Abschlüssen leicht abgeschwächt. Futtermittelware tendiert bei ruhigem Marktverlauf stabil bis leicht schwächer.
Auch der Markt für Vollmilchpulver präsentiert sich überwiegend ruhig, wobei aber weiterhin Kaufinteresse besteht. Immer wieder gehen kleinere, aber sehr kurzfristige Anfragen von europäischen Lebensmittelbetrieben ein. Auch für Exportware besteht vereinzelt Kaufinteresse. Die Preise bewegen sich in Deutschland in der Bandbreite der Vorwochen. Innerhalb der EU ist das Preisgefüge weiter uneinheitlich. Bei Molkenpulver bewegt sich die Nachfrage in recht ruhigen Bahnen. Bei Futtermittelware wird von einem höheren Angebot und etwas schwächeren Preisen berichtet. Lebensmittelware wird bei teils stabilen und teils etwas schwächeren Preisen ruhig gehandelt. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

 

Coronakrise belastet Biomilch-Markt kaum

Während im konventionellen Bereich viele Molkereien noch mit dem Verkaufsrückgang durch die Corona-Krise zu kämpfen haben, zeigt sich der Bio-Milchsektor weiterhin krisenfest. Der Grund ist die geringe Bedeutung des Außer-Haus-Marktes bei Bio-Milch und ein eher marginales Exportgeschäft. Allerdings gibt es auch Bio-Molkereien, für die der Export ein wichtiges Standbein ist. Diese mussten kurzfristig statt der Auslandsmärkte verstärkt die Inlandsnachfrage bedienen.
Das Angebot an Bio-Milch aus deutscher Erzeugung zeigte sich bei den Anlieferungsmengen im April gedrosselt. So ist der erste Schnitt beziehungsweise der erste Weideaufwuchs in diesem Jahr in den meisten Regionen deutlich unterdurchschnittlich ausgefallen. Teilweise mussten die Betriebe schon auf das eingelagerte Winterfutter zurückgreifen, weil der zweite Aufwuchs noch zu klein war. Der zweite Aufwuchs erreichte zwar mit den Niederschlägen im Mai und Juni größere Erträge, kam aber für manche Betriebe zu spät. Daher dürfte der saisonale Anlieferungshöhepunkt im Mai und Juni bei Weitem nicht so hoch ausfallen wie in normalen Jahren. Die Futterknappheit dürfte sich bis ins nächste Jahr hinein auswirken.
Von Januar bis April 2020 haben die Anlieferungen an Bio-Kuhmilch der deutschen Erzeuger um knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Während im Februar die Bio-Milchmenge noch im oberen einstelligen Bereich gewachsen ist, waren es zuletzt nur noch 3,5 Prozent. Im Vergleich zu 2019 fällt die Zunahme der deutschen Bio-Milchproduktion bisher verhaltener aus.
Die Nachfrage nach Bio-Milch ist zu Corona-Zeiten so groß, dass die derzeitigen Mengen problemlos am Markt unterkommen. Einzelne Molkereien können sich auch wieder die Aufnahme von Umstellungsbetrieben von ihrer Warteliste vorstellen. Auch bei Heumilch und Milch von Demeter-Milch hat die gute Nachfrage wieder Chancen für Neueinsteiger eröffnet. (Topagrar.com)

Molkerei Wagenfeld: Schnelle Kommunikation unterbricht Infektionskette sofort

Werkleiter Claus Auer zufolge, verzeichne die Molkerei fünf Fälle mit Corona-Infektion. Das bedeute aber keinesfalls Rätselraten, wie das geschehen konnte, auch keine Hysterie oder Krise, sondern eine schnelle Aufarbeitung.

Nachdem eine Mitarbeiterin (die selber keinerlei Symptome zeigte) gemeldet habe, dass sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte, sei sie sofort nach Hause geschickt worden. Unmittelbar darauf wurden ihre engsten Kollegen ebenfalls aus dem laufenden Betrieb genommen und die Betriebsärztin informiert. Weiterhin wurden alle der fast 60 Mitarbeiter in Eigenregie getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass es keinen Verdachtsfall mehr gebe. Die Arbeit im Betrieb könne daher regulär fortgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen ordnete das Gesundheitsamt für weitere Kontaktpersonen eine Quarantäne an, sagt Auer. Das mache das Tagesgeschäft sicher nicht einfacher, aber die große Flexibilität des Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeute, dass es auch keine Schwierigkeiten gebe. Es sei eben etwas mehr Planungsarbeit gefragt.
„Safety first, das ist völlig klar“, wird Claus Auer zitiert. Das Unternehmen wisse, welche Rolle es jetzt einnehme: „Wir sind ein Beitrag, das Coronavirus einzudämmen.“ Aus diesem Grund kam das Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz für ein Screening nach Wagenfeld. Dessen Ziel ist es, sicherzustellen, dass keine weitere Ausbreitung im Unternehmen erfolgt. Die Ergebnisse erwartet das Gesundheitsamt in den kommenden Tagen.
Werkleiter Claus Auer, die Betriebsärztin der Molkerei Wagenfeld und das Gesundheitsamt sprechen allesamt von einer hervorragenden Zusammenarbeit. Die Kreisverwaltung ergänzt, dass die Betriebsleitung sämtliche angeordneten Maßnahmen zur vollen Zufriedenheit umgesetzt hat. Auf diesem Lob möchte der Betrieb sich nicht ausruhen. Es werde weiterhin intensiv daran gearbeitet, die Eindämmung des Coronavirus zu unterstützen. (kreiszeitung.de)

Global Dairy Trade: Die Preise ziehen spürbar an

Der Durchschnittspreis beim Global Dairy Trade nahm um 8,3 % auf 3.197 $/t zu. Der Global Dairy Trade-Preisindex stieg um 77 auf 996 Punkte.
Lediglich der Preis für wasserfreies Milchfett sank um -0,2 % auf 3.981 $/t. Für Butter (+3,0 % auf 3.717 $/t), Buttermilchpulver (+3,8 % auf 2.417 $/t), für Cheddar (+3,3 % auf 3.762 $/t), Lactose (+1,9 % auf 1.309 $/t) und für Magermilchpulver (+3,5 % auf 2.694 $/t) stiegen die Preise. Den größten Preissprung gab es bei Vollmilchpulver: Der Preis stieg um satte 14 % auf 3.208 $/t. Die gehandelte Menge lag mit 25.688 t erneut oberhalb des Niveaus der vergangenen Auktion (21.968 t). (Topagrar.com)

Hochwald zahlt bei stabilem Umsatz überdurchschnittlichen Milchpreis

Hochwald Foods hat für das vergangene Jahr recht stabile Geschäftsergebnisse vorlegen können und einen überdurchschnittlichen Milchpreis ausgezahlt. Wie das genossenschaftlich strukturierte Unternehmen am 30. Juni mitteilte, blieb der Umsatz 2019 mit 1,53 Mrd Euro um 10,7 Mio Euro oder 0,7 % unter dem Vorjahresniveau. Dabei stand Erlösrückgängen am Inlandsmarkt und in der Europäischen Union ein Zugewinn im Drittlandsgeschäft von 13,4 % auf 209 Mio Euro gegenüber. Die Milchanlieferungen verringerten sich gegenüber 2018 um 46,4 Mio kg oder 2,1 % auf 2,19 Mrd kg. Dabei wurden den Erzeugern für eine Rohmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Schnitt 34,2 Cent/kg ausgezahlt; das waren 0,3 Cent weniger als im Vorjahr. Hochwald hob jedoch hervor, dass das strategische Ziel eines überdurchschnittlichen Milchpreises erreicht worden sei und der Abstand zum Bundesmittel zugenommen habe. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) belief sich der mittlere Milchpreis in Deutschland 2019 auf 33,70 Cent/kg; was 0,67 Cent/kg weniger waren als im Vorjahr. Positiv wertete Hochwald auch, dass sich die Investitionen im Vorjahresvergleich auf 100,2 Mio Euro verdoppelt hätten, die vorwiegend in den Molkereineubau in Mechernich geflossen seien. Zudem habe sich das Eigenkapital von 190,7 Mio Euro auf 218,9 Mio Euro erhöht, und die Eigenkapitalquote habe zuletzt bei 34,2 % gelegen. Mit Blick auf das Jahr 2020 wies das Unternehmen darauf hin, dass die Folgen der Corona-Krise die gesamte Milchwirtschaft vor große Herausforderungen stelle. „Die Ausgewogenheit in der Vermarktungsstruktur – zwischen Handel national und international einerseits und Industrieprodukten andererseits – sowie unser breites Sortiment an Molkereiprodukten führen dazu, dass die Hochwald-Gruppe sich nach heutigem Kenntnisstand trotz der durch die Pandemie erzeugten Krise annähernd stabil entwickeln wird“, so Hochwald-Geschäftsführer Detlef Latka. Die Geschäftsausrichtung der Hochwald-Gruppe sei hauptsächlich auf den weltweiten Handel fokussiert; das vom Shutdown betroffene Großverbrauchersegment mit Hotels, Restaurants und Kantinen werde nur mit geringen Mengen bedient. Latka zufolge hat Hochwald das Vertrauen der Kunden und Verbraucher auch während der Pandemie nicht enttäuscht. (AgE)

Milag macht künftig auch Milchwerbung im Saarland

Die Milchwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz (Milag) wird zukünftig auch im Saarland Öffentlichkeitsarbeit für die Milch machen und deshalb das Wort Saar in ihren Vereinsnamen integrieren. In den vergangenen Monaten sei auf allen Seiten stark an dem gemeinsamen Ziel gearbeitet worden, Rheinland-Pfalz und das Saarland im Milchsektor näher zusammenzubringen, teilte die Milag am 29. Junimit. Durch die Bündelung der Kräfte in einer Organisation könnten Aktionen in beiden Bundesländern effizienter umgesetzt werden. „Es war ein langer Weg, aber nun können wir gemeinsam in die Zukunft gehen. Für das laufende Jahr haben wir schon viele Pläne, was im Saarland umgesetzt werden soll“, erklärte Milag-Vorsitzender Michael Horper. Mitte Juni habe sich erstmals der neu zusammengesetzte Vorstand einschließlich der Repräsentanten aus dem Saarland getroffen, um den Haushalt zu beschließen sowie Maßnahmen für 2020 zu planen. Dazu gehört laut Milag, dass das dortige Schulmilchprojekt weiter von den SaarLandFrauen betreut wird. Der Besuch von Schulklassen und Kitagruppen auf Milchviehbetrieben soll gefördert werden, wobei die Arbeitsgemeinschaft bei der Schulung von saarländischen Landwirten hilft. Gleiches gilt für Jungbauern, die am Projekt „Dialog Milch“ unter dem Motto „Ich bin Milchbauer – Frag mich doch!“ teilnehmen möchten. In diesem werden Verbraucher über die moderne Milchviehhaltung von Erzeugern aufgeklärt. Zudem wird das Hoheitsgebiet der Milchkönigin erweitert: Zukünftig kann diese auch von Veranstaltern im Saarland angefragt werden. Weiterhin sind Vorträge in Landfrauenvereinen über Milch und Milchprodukte im Rahmen einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung geplant. Die Prämierung von saarländischen Erzeugern für ihre hervorragende Milchqualität im Rahmen der Milchwirtschaftlichen Jahrestagung wird unverändert fortgeführt. Außerdem arbeitet die Milag an der Relaunch ihrer Homepage, um auch dort die saarländischen Mitglieder und Aktionen rund um die Milch zu repräsentieren. Sobald der konkrete Maßnahmenplan für die Projekte feststeht, will die Milag mit der Arbeit im Saarland beginnen. (AgE)

Genossenschaften sind starke Unternehmen und verlässliche Arbeitgeber

Allein in Bayern bieten die Genossenschaften aktuell rund 51 000 Arbeitnehmern einen sicheren und zukunftsträchtigen Arbeitsplatz. Darauf hat der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) zum Internationalen Tag der Genossenschaften hingewiesen, der am 4. Juli begangen wurde. Die Genossenschaftsidee sei lebendig wie eh und je, hob GVB-Präsident Jürgen Gros hervor. Das mehr als 150 Jahre alte Modell sei zeitlos und behaupte sich auch heutzutage. „Genossenschaften sind starke Unternehmen, für die nachhaltiger Mitgliedernutzen und ihr regionaler Beitrag zur Gesellschaft wichtig sind“, betonte Gros. Zahlreiche Genossenschaften böten Arbeitsplätze für hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Attraktivität des Genossenschaftsmodells zeige sich auch an einer anderen Zahl: Fast jeder vierte Bayer sei Mitglied in einer der etwa 1 200 Genossenschaften, und das mit steigender Tendenz. Der GVB vertritt nach eigenen Angaben seit mehr als 125 Jahren die Interessen bayerischer Genossenschaften. Zu seinen 1 212 Mitgliedern zählten 227 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 985 Unternehmen aus Branchen wie Landwirtschaft, Energie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Sie bildeten mit rund 50 000 Beschäftigten und 2,9 Millionen Anteilseignern eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat. (AgE)

Initiativen für nachhaltigen Kakao bündeln Kräfte

Das deutsche Forum Nachhaltiger Kakao (FNK), die Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao und die belgische Initiative Beyond Chocolate wollen ihre Anstrengungen für mehr Nachhaltigkeit in der Kakaolieferkette bündeln. Wie das FNK am 29. Juni in Berlin mitteilte, wurde eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die drei Initiativen vereinten jeweils die Interessen eines großen Teils der nationalen Kakao- und Schokoladenindustrie, des Lebensmittelhandels, zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie von Forschungseinrichtungen und Regierungsvertretern. Ziel sei es, die Kinderarbeit im Kakaosektor zu überwinden, den Kakaobauern und deren Familien ein existenzsicherndes Einkommen zu ermöglichen, die Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette zu verbessern sowie die durch den Kakaoanbau bedingte Entwaldung zu stoppen. Ein wichtiger Baustein der gemeinsamen Erklärung sei ein harmonisiertes Monitoringsystem mit einheitlichen Indikatoren für Kinderarbeit, Armut, Rückverfolgbarkeit und Entwaldung. Ein weiteres vorrangiges Thema sei die Einhaltung der Menschenrechte in der Kakaolieferkette. Hierzu würden Lösungsansätze in den internationalen Dialog eingebracht. Laut dem FNK entfielen auf Deutschland, die Schweiz und Belgien im Vermarktungsjahr 2018/19 insgesamt 11 % des weltweiten Kakaokonsums und 19 % des weltweiten Imports von Kakao, der vor allem aus Westafrika bezogen wurde. (AgE)

DBV-Geschäftsbericht veröffentlicht

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat seinen aktuellen Geschäftsbericht mit dem Titel „Wir machen weiter: verlässlich – nachhaltig – sicher“ veröffentlicht. Dieser Titel sei für die Landwirtschaft nicht nur während der Corona-Pandemie Programm, sondern auch bei der Bewältigung des Klimawandels, bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Tierwohls, bei der Förderung der Artenvielfalt, beim Einsatz digitaler Technologien und der beständigen Verbesserung der fachlichen Praxis, betonen Verbandspräsident Joachim Rukwied und Generalsekretär Bernhard Krüsken im Vorwort des Berichts. Große Teile der Wirtschaft und auch die Landwirtschaft seien durch die Corona-Krise enorm unter Druck geraten, resümieren Rukwied und Krüsken. Optimistisch heiße es, dass „wir gemeinsam die Corona-Krise bewältigen“ werden. Das bedeute vor allem auch, „aus der Krise zu lernen“. Dieses Thema habe der Bauernverband in seinem Geschäftsbericht als Schwerpunkt herausgehoben. Auch wenn jetzt die Bewältigung der Corona-Krise im Fokus stehe, sei „der Klimaschutz eine der größten Herausforderungen und damit ein Topthema für unsere Landwirtinnen und Landwirte. Es wäre fatal, diesen hintanzustellen“, bekräftigen Rukwied und Krüsken. Zugleich geben sie zu bedenken, dass Landwirte mehr Klima- und Umweltschutz aber nicht zum Nulltarif leisten könnten, sondern sich diese in einem höheren Preis für Lebensmittel abbilden müssten. „Dieser Mehrwert muss auch bei den Bauern ankommen“, so der Präsident und der Generalsekretär. Außerdem seien Investitionen in die Landwirtschaft und die ländlichen Räume ein wichtiger Beitrag zum wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Krise. Grundlage dafür ist nach Aussage von Rukwied und Krüsken eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft in der Europäischen Union. Daher müsse die vorgeschlagene Farm-to-Fork-Strategie, die ein massiver Eingriff in die Bewirtschaftung wäre, überarbeitet werden, mahnen der DBV-Präsident und der DBV-Generalsekretär und betonen: „Europa braucht eine starke, moderne Landwirtschaft und die Landwirtschaft braucht eine stabile Europäische Union. Ein Europa ohne Landwirtschaft ist undenkbar!“ (AgE)

Belgium: research on bacteria that stimulate plant-growth

In Belgium, scientists of the the Flanders Research Institute for agriculture, fisheries and food (ILVO) have found bacteria that have both a strong relationship with maize and stimulate plant-growth under cold circumstances. They hope that in future by treating seeds with these bacteria before planting, they can improve sprouting in the spring, when the weather is still quite cold and to help accelerate early growth and diminish sensitivity to disease.

The Netherlands: farmers keep the same feed supplier

In Holland 95 percent of the dairy farmers states that he is about sure that he next year will buy (concentrate) feed from the same supplier as last year, survey of Geelen shows. The most important reasons to keep the same feed supplier are coaching and advice (53%); confidence (39 %); feed quality (28 %); price (17%).

The Netherlands: comparison of genetic increase of the yield of silage maize rye grass

In Holland the genetic increase of the yield of silage maize rye grass varieties in 25 years variety comparison is average 173 kilogram dry matter per hectare per year, analyses of Wageningen University & Research shows. Above this there was an non-genetic increase of 65 kilogram dry matter per hectare per year. So the average total increase was 238 kilogram dry matter per hectare per year. The main factors of the non-genetic increase are earlier planting and higher temperature during the growing season. However: practical farming showed an average increase of only 195 kilogram dry matter per hectare per year.

The Netherlands: practical farming does not show a steady yield increase

In Holland the genetic increase of the yield of rye grass varieties in 40 years variety comparison is average 44 kilogram dry matter per hectare per year, analyses of Wageningen University & Research shows. However: practical farming does not show a steady yield increase. On practical farms the yield per hectare per year was 1600 kilogram or 13 percent dry matter less.

The Netherlands: set up of minimum and maximum levels of copper in tank milk samples

The Dutch animal health service Royal GD has set up minimum and maximum levels of copper in tank milk samples. The critical minimum level is 20 micrograms per litre tank milk, the critical maximum level is 80 micrograms per litre milk.

The Netherlands: new company wants to introduce vegan products with dairy taste

Two Dutch investors have launched a new company that has the aim to develop dairy products from grass without the help of cows. On the campus of the Belgian Gent university they have taken over a laboratory with 16 employees. They expect that it will take seven year to introduce vegan products with a dairy taste on the market.

Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 1. Juli

In Deutschland setzt sich der saisonale Rückgang des Milchaufkommens fort. Die Molkereien erfassten in der 25. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB 0,7 % weniger Milch als in der Vorwoche. Der Vorsprung zur Vorjahreslinie hat sich damit leicht auf 0,7 % vergrößert. In Frankreich wurden zuletzt 0,7 % weniger Milch angeliefert als in der Vorjahreswoche.Am Markt für flüssigen Rohstoff haben sich die Preise zuletzt etwas uneinheitlich entwickelt. Während die Sahnepreise kontinuierlich fest sind, haben die Preise für Magermilchkonzentrat in der vergangenen Woche zeitweise etwas nachgegeben. Aktuell tendieren sie wieder fester. Versandmilch hat bei ruhigerer Nachfrage aus Italien etwas nachgegeben.Am Markt für Magermilchpulver ist die Lage ruhig, was auch auf die beginnenden Sommerferien zurückgeführt wird. Außerdem besteht derzeit weder auf Käufer- noch auf Verkäuferseite Handlungsbedarf, da die Geschäfte für die kommenden Monate bereits weitestgehend unter Dach und Fach sind. Die Hersteller haben die erwarteten Produktionsmengen verkauft und liefern kontinuierlich die bestehenden Kontrakte aus. Auch die Einkäufer haben ihren Bedarf für die kommenden Monate zu einem hohen Anteil gesichert.Für das vierte Quartal wird recht abwartend agiert, zumal eine gewisse Unsicherheit besteht, wie sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter gestalten werden. Vom Weltmarkt kommen derzeit wenig Nachfrageimpulse. Insbesondere im Mittleren Osten ist ein ruhiges Nachfrageverhalten zu beobachten. Für die Private Lagerhaltung, für die noch bis Ende Juni Anträge gestellt werden konnten, sind in der Woche bis zum 28.06.2020 EU-weit 4.528 t angemeldet worden. Damit belaufen sich die Anmeldungen seit Anfang Mai insgesamt auf 17.730 t.Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittel- und Futtermittelqualität bewegen sich dem Vernehmen nach überwiegend seitwärts. Lebensmittelware ist etwas uneinheitlicher geworden. Auch die Situation am Markt für Vollmilchpulver stellt sich ruhig dar. Es gehen aber immer wieder einzelne Anfragen ein. In Deutschland werden stabile Preise erzielt, während die Preise innerhalb der EU uneinheitlich sind.Molkenpulver in Futtermittelqualität wird anhaltend zu stabilen Preisen gehandelt. Bei Lebensmittelware ist die Nachfrage teilweise ruhiger und etwas abwartend. Die Preise haben sich zuletzt etwas schwächer entwickelt. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

FrieslandCampina zahlt im Juli mehr

FrieslandCampina hat ihren Garantiepreis für Juli 2020 angekündigt: Die Molkerei will 0,5 Cent pro kg Milch mehr auszahlen als im Juni, damit steigt der Preis auf 33,0 € pro 100 kg Standardmilch (der Garantiepreis gilt nun für 100 kg konventioneller Rohmilch mit 3,57% Eiweiß, 4,42% Fett, 4,53% Laktose, exklusive Mehrwertsteuer und bei einer durchschnittlichen jährlichen Anlieferungsmenge von 850.000 kg Milch). Damit ist hier das Niveau von Mai 2020 wieder erreicht. Die aktuelle Erhöhung ist auf eine Korrektur für die unterschätzten Verwertungen bzw. Auszahlungsmöglichkeiten im Juni zurückzuführen sowie auf die Erwartung der Genossenschaftsmolkerei, dass auch die Referenzmolkereien ihre Milcherzeugerpreise für Juli anheben werden.

US Milchverbände kritisieren EU Intervention

Mehrere US-Milchverbände (International Dairy Foods Association, National Milk Producers Federation und U.S. Dairy Export Council) fordern den U.S. Trade Rep und den Landwirtschaftsminister dazu auf, die EU-Intervention von Magermilchpulver zu unterbinden. Sie verweisen dazu auf eine Analyse, die von Kenneth Bailey und Megan Mao von Darigold – der für Marketing und Verarbeitung zuständigen Stelle der Northwest Dairy Association; einer Milcherzeugergenossenschaft die 400 Milchviehbetriebe aus Idaho, Montana, Oregon und Washington bündelt.
Die Autoren des Berichts kommen zu dem Schluss, dass die Vereinigten Staaten auf drei Arten „durch das Interventionsprogramm der EU für Magermilchpulver wirtschaftlich geschädigt wurden“.
Das EU-Programm drückte laut der Analyse den Weltmarktpreis für Magermilchpulver, wodurch die US-Milchpreise in den Jahren 2018 und 2019 gesenkt wurden. Das wiederum habe in diesen Jahren zu einem Verlust des Einkommens der US-Milchviehbetriebe in Höhe von 2,2 Mrd. USD geführt.
Das EU-Programm habe zudem den globalen Exportmarktanteil der EU künstlich erhöht, was zu einem drastisch geringeren Marktanteil für US-Milchexporteure und andere Magermilch-Exporteure sowie zu US-Milchexportverlusten von 168 Mio. USD zwischen 2018 und 2019 geführt habe.
Zudem zeige die Analyse, dass die von der EU auf dem Weltmarkt „ohne Einschränkung losgelassenen“ Magermilchpulver-Interventionsbestände schädliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Vereinigten Staaten in historisch wichtigen Exportmärkten einschließlich Südostasien hatte. (Elite-magazin.de)