Preise für Milchpulver und Molkenpulver vom 17. November

Die Milchanlieferung in Deutschland ist weiter saisonal rückläufig und nähert sich dem Saisontief, das meist in der dritten Novemberwoche erreicht wird. Laut Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in der 44. Woche 0,1 % weniger Milch als in der Vorwoche und 2,9 % weniger als in der Vorjahreswoche. In Frankreich wurden zuletzt um 2,6 % weniger Milch angeliefert als ein Jahr zuvor.
Der Markt für flüssigen Rohstoff ist weiterhin sehr fest. Die Preise für Versandmilch und Magermilchkonzentrat sind bei geringer Verfügbarkeit weiter äußerst fest. Bei Industrierahm wurden die absoluten Preisspitzen zuletzt nicht mehr erreicht.
Der Markt für Magermilchpulver ist anhaltend von einer guten Nachfrage und knapper Verfügbarkeit geprägt. Die Mengen, die in den kommenden Wochen produziert werden, sind nahezu vollständig verplant und man konzentriert sich auf die Abwicklung der Kontrakte. Teils kommt es aufgrund des knappen Angebots zu Verschiebungen von Lieferungen. Für einzelne kleine Restpartien werden bei kurzfristiger Lieferung hohe Preise angelegt.
Für die ersten Monate von 2022 werden weiter Gespräche geführt und auch Abschlüsse getätigt. Die Verkäufer agieren – angesichts der Unsicherheit über die Entwicklung der Rohstoffverfügbarkeit – nach wie vor vorsichtig. Die wieder stärkere Ausbreitung der Corona-Pandemie sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Am Weltmarkt wird Kaufinteresse aus Nordafrika signalisiert.
Für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität sind die Preise zuletzt erneut etwas gestiegen. Auch für Futtermittelware werden höhere Preise aufgerufen und gezahlt. Am Weltmarkt tendieren die Preise ebenfalls fester.
Anhaltend sehr fest ist der Markt für Vollmilchpulver. Die Produktion in Deutschland erfolgt zumeist nur auftragsbezogen. Eine gute Nachfrage, die hauptsächlich vom Binnenmarkt kommt trifft, auf ein begrenztes Angebot. Es wurden erneut deutlich festere Preise durchgesetzt.
Molkenpulver in Lebensmittelqualität wird gut nachgefragt und zu etwas festeren Preisen gehandelt. Auch die Preise für Futtermittelware tendieren fester. (Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten (Allgäu)/proplanta.de)

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