Anstieg der Lebensmittelpreise schwächt sich weiter ab

Der Preisaufschlag, den die Verbraucher in Deutschland beim Lebensmitteleinkauf gegenüber dem Vorjahr zu zahlen haben, hat sich weiter abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 13. Oktober in Wiesbaden mitteilte, verteuerten sich im September die Nahrungsgüter im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 0,6 %. Im August hatten die Preise im Mittel um 0,7 % und im Juli noch um 1,2 % höher als vor Jahresfrist gelegen, im Juni sogar um 4,4 %. Die Teuerungsrate insgesamt fiel im Berichtsmonat zum zweiten Mal in diesem Jahr unter Null; sie betrug minus 0,2 %. Eine niedrigere Rate war zuletzt mit minus 0,3 % im August 2015 verzeichnet worden. Ursächlich für die aktuelle Entwicklung war den Wiesbadener Statistikern zufolge vor allem die Verbilligung von Energieprodukten. Die Preise für Heizöl und Kraftstoffe lagen um 39,6 % beziehungsweise 11,4 % unter dem Niveau von September 2019. Günstiger waren außerdem einige Gebrauchsgüter wie Telefone, Geräte der Unterhaltungselektronik und der Informationsverarbeitung sowie Bekleidungsartikel. Unter den Nahrungsmitteln wurde vor allem Gemüse preiswerter als vor einem Jahr angeboten, und zwar im Schnitt um 5,2 %. Überdurchschnittliche Preisanhebungen gab es dagegen im Mittel für Obst mit 4,3 % sowie für Fleisch und Fleischwaren mit 4,1 %. Merklich teurer als im September 2019 waren auch Tabakwaren, nämlich um durchschnittlich 5,7 %. Im Vergleich zum August 2020 gaben die Preise für Lebensmittel im Berichtsmonat im Schnitt um 0,3 % nach. Dabei verbilligte sich Gemüse mit 0,9 % überdurchschnittlich. Derweil meldete das Bundesamt für den August eine Fortsetzung des Preisrückgangs für landwirtschaftliche Produkte auf Erzeugerebene. Gegenüber Juli 2020 verzeichneten die Statistiker hier einen durchschnittlichen Abschlag von 2,5 %, wobei die Preise für pflanzliche Produkte im Mittel um 5,7 % und die für tierische Erzeugnisse um 0,4 % nachgaben. Binnen Jahresfrist erlösten die Landwirte für pflanzliche Produkte im Schnitt 5 % weniger, für tierische Erzeugnisse 8 %; insgesamt belief sich der Abschlag im Mittel auf 6,8 %. (AgE)

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